Geschichte

Am 31. Juli 1924 gründeten 15 sangesfreudige Männer der Gemeinde Oberschöna den MÄNNER-GESANG-VEREIN-OBERSCHÖNA.

Auszug aus dem Gründungsprotokoll

In der Anfangszeit ging es vorrangig darum, Geselligkeit und Gemütlichkeit zu pflegen und durch gemeinsamen Gesang Feiern der Mitglieder auszugestalten.Leider liegen aus dieser Zeit nur wenige Dokumente vor. Bekannt ist, das der erste Dirigent des Chores 1926 Oberschöna verließ. Das Amt des Chorleiters übernahm der Oberschönaer Kantor. In dieser Zeit entstand auch ein Frauenchor, sowie ein gemischter Chor, die sich jedoch nicht lange behaupten konnten. Gesundheitlich bedingtes Ausscheiden des Kantors 1936 und die schweren Kriegsjahre ließen eine kontinuierliche Chorarbeit in Oberschöna nicht mehr zu.

Am 22. Januar 1950 wurde durch 22 Sangesfreunde das Wiederaufleben des Chores beschlossen. Erneut lag der Schwerpunkt der Arbeit in Geselligkeit und zwanglosem Sang. Gemeinsame Proben, Himmelfahrtsausflüge und andere vereinsinterne Feiern prägten das

Himmelfahrt 1953

Vereinsleben jener Zeit. Bald begann eine kritische Zeit für das Fortbestehen des Chores. Es fehlte ein Chorleiter. Gespräche mit Herrn Fritz Hammermüller, einem Freiberger Musiklehrer, führten zu dem Ergebniss, ihn für die musikalische Arbeit mit dem Chor zu gewinnen. Sein Wirken führte zu einem musikalischen Aufschwung. Bereits im Mai des des Jahres 1956 fand das erste Chortreffen des Chores mit dem Männerchor aus Dresden-Niedersedlitz statt. Der Gegenbesuch erfolgte ein Jahr später. Bald kam es zu ersten öffentlichen Auftritten. Diese beschränkten sich vorerst auf die Ausgestaltung von Festlichkeiten in der Gemeinde sowie vor Urlaubern im Ferienheim Oelmühle. Auch außerhalb von Oberschöna wurde der Chor gern gehört. Mit den Titeln „Gesang der Schmiede“ von Ottmar Gerster, „Der Taube Flügelschlag“ vom Freiberger Komponisten Will Schabbel und dem „Sonnenaufgang“ von Peter Cornelius stellte sich der Chor erstmals am 01.03.1969 zum Kreisleistungsvergleich Freiberger Chöre. Aus gesundheitlichen Gründen musste Herr Hammermüller die Leitung des Chores aufgeben. Herr Wolfgang Eger, ehemaliger Sänger im Dresdner Kreuzchor, verfügte über das nötige musikalische Wissen und Können und übernahm 1976 den Chor. Im gleichen Jahr erreichte der Chor erstmalig den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“, der in den folgenden beiden Jahren erfolgreich verteidigt wurde. Beim Leistungssingen 1977 erhielt der Chor die Einstufung „Oberstufe – gut“. Immer mehr Auftritte gestaltete der Chor innerhalb und außerhalb des Kreises Freiberg, nahm an fast allen Kreissängertreffen teil, gestaltete Schul- und Heimatfeste in der näheren Umgebung mit aus und unterstützte die Kirche bei Gottesdiensten zur Konfirmation und Erntedankfest. Eine gute und schöne Tradition sind der Frühschoppen mit Blasmusik am 1.Mai und die jährlichen Weihnachtskonzerte. Plakat Die Teilnahme am Arbeitersängerfest in der Stadthalle von Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) war für den Chor ein großes Erlebnis – konnte man sich doch so mit verschiedenen Chören der DDR vergleichen. Im September 1989 war mit Karel Hulinsky erstmals ein durch Rundfunk und Fernsehen bekannter Künstler Gast des Chores. Unter dem Titel „Parade der Volksmusik“ musizierten er und der Chor gemeinsam in der vollbesetzten Turnhalle vor einem begeisterten Puplikum. Die Mitwirkung in der Inszenierung der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart am Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln ab 1992 war ein besonderer musikalischer Höhepunkt. Weitere musikalische Höhepunkte waren eine einstündige Sendung im Sachsenradio unter dem Titel „Zu Gast im Verein“, die Mitwirkung in mehreren Fernsehsendungen, „Sonntagskonzert“ des ZDF, „So klingt`s im Erzgebirg“ des MDR und die aktive Mitwirkung an mehreren „Tag(en) der Sachsen“.